Biennale Gherdëina 1

19.07 – 02.10.2008
Der Mensch - Ursprung der Gegenwart

Kuratiert von
Danila Serafini

Konzept

In dieser Ausgabe wurden fünf lokale Protagonisten ausgewählt, die bereits auf italienischer und internationaler Ebene für die Qualität ihrer Arbeit und die Bedeutung ihres Ausstellungsschaffens anerkannt und etabliert sind.

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Biennale Gherdëina 1

Die Werke dieser gemeinsamen Ausstellung, kuratiert von Danila Serafini, nehmen untereinander extrem unterschiedliche Ausdrucksarten an, die jedoch leicht zugänglich und miteinander konvergent sind.

In diesem Sinne passen einige konzeptionelle Werke, die das „Bereits Gemachte“ aus der Dimension des Alltäglichen verwenden, perfekt zu Skulpturen und Interventionen, die das Ergebnis der erfahrenen Hand der Künstler sind. Im Moment des Schaffens verfolgt jeder der fünf Künstler in seinem Speziellen einen eigenen Standpunkt, eine eigene Welt der Bezüge, an der er sich orientiert.

Die Bronzeschmelze von Lois Anvidalfarei beispielsweise stellt die menschliche Figur als Bezugspunkt dar. Der Körper wird dargestellt, indem eine Art Transfiguration erzeugt wird, die das Volumen betont. Dennoch vermitteln diese Figuren, trotz ihres räumlichen Umfangs, emotional einen Sinn für Leichtigkeit und eine feinsinnige Harmonie, die den Betrachter überrascht.

Von anderem Charakter ist die Arbeit von Markus Delago, der auf zweidimensionalen Oberflächen chromatische Eingriffe von starker Wirkung schafft. Die Farbflächen unterscheiden sich deutlich voneinander, während die verwendeten Linien energisch und intensiv wirken. Eine weiße Grundfläche dient manchmal als Hintergrund, auf dem die farbigen Elemente besonders isoliert und hervorgehoben werden.

In den Skulpturen von Aron Demetz bezieht sich die menschliche Figur in einigen Fällen sensibel auf die Realität, und zugleich lassen sich in ihr entfremdende Spannungen erkennen, die sie durchziehen. Das verwendete Material, die Körperhaltung und die Blicke der dargestellten Personen bilden die Stärke, auf der die emotionale Wirkung insgesamt aufgebaut ist. In diesem Kontext verleiht die Kraft des Details der Komposition ein neues Gleichgewicht.

Die Interventionen von Isabell Pitscheider hingegen konzentrieren sich stärker auf die Dimension der Konzeptualität und entwickeln sich aus einem spezifischen Bezug zur Realität des Alltäglichen. In ihren Werken ist manchmal ein leichtes, spielerisches und nüchternes Element vorhanden, während sich zu anderen Zeiten ein Bedürfnis nach poetischer Feinheit zeigt, das den Betrachter berührt und fasziniert. Jedes eingesetzte Element, jede Passage, die den konzeptionellen Verlauf des Werkes darstellt, wird zu einer wesentlichen Komponente für die emotionale Bewertung der vorgeschlagenen Intervention.

Die Skulpturen von Thaddäus Salcher zielen darauf ab, die Definition der Form im Raum hervorzuheben. Auf diese Weise wird das Umfeld, in dem das Werk platziert ist, von neuen plastischen Spannungen erfasst, in denen Rhythmus, Kontinuität und das Volumen als Bezugspunkte die Aufmerksamkeit des Betrachters lenken.

In einer umfassenden Betrachtung lässt sich festhalten, dass in dieser kollektiven Ausstellung dem Publikum fünf unterschiedliche kreative Strategien präsentiert werden, die sich voneinander unterscheiden, aber gerade in ihrer Vielfalt die komplexe und differenzierte historische Epoche, die wir erleben, bedeutungsvoll widerspiegeln.

Guido Molinari

Orte

Fußgängerzone

Rezia Str. 2-59

Team

Doris Ghetta – Künstlerische Leitung • Judith Sotriffer – Assistentin • Egon Dejori – Fotograf •
Simon Moroder – Graphik

Supporters

The Biennale Gherdëina would like to thank the institutions, all its loyal supporters, and the friends of the Biennale, whose support makes the realisation of this event, its side programmes and all its activities possible.

Organizer & Supporter

Municipality of Ortisei – Major Ewald Moroder, Councillor Marina Demetz • Tourism Association Ortisei – President Ambros Hofer, Director Beatrix Insam

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