Marzia Migliora
∗1972, Italy
lives and work in Torino, Italy
Inspiration und Ausgangspunkt für Marzia Miglioras Auftragsarbeit für die Biennale Gherdëina ist eine hölzerne Gewandtanzfigur, die im Museum de Gherdëina in St. Ulrich aufbewahrt wird. Die Videoarbeit Fil de sëida (sëida bedeutet sowohl 'Seide' als auch 'Grenze') im Ausstellungsraum des Circolo Artistico in St. Ulrich zeigt zwei Akrobaten, die auf einer Slackline inmitten der Berge langsam aufeinander zu balancieren. Die Szene spielt sich am Passo Vizze ab, einem Bergpass an der Grenze zwischen Italien und Österreich. Die Slackline, die über dieser nach dem Ersten Weltkrieg auf Papier gezogenen, umstrittenen Grenze schwebt, macht diese unsichtbare Demarkation greifbar und inszeniert sie als Balanceakt der bilateralen Annäherung.
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