Finissage (Future) Paradise Gardens

Am Sonntag, den 13. September, beschließt (Future) Paradise Gardens, die zehnte Ausgabe der Biennale Gherdëina, kuratiert von Samuel Leuenberger, mit einem besonderer Tag zum Thema Landschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die klimatischen und ökologischen Dimensionen von Landschaft, sondern auch ihre kulturelle Bedeutung und ihr Potenzial, neue Formen der Verbundenheit innerhalb der Gemeinschaft zu fördern. Besucher*innen sind eingeladen, den Tag in Gröden zu verbringen und dabei die Ideen und Kunstwerke, die im Zentrum von (Future) Paradise Gardens stehen, ein letztes Mal zu entdecken. 

Der Tag beginnt um 11 Uhr in Pilat (einem Ausstellungsort der Biennale Gherdëina 10, der nur zu Fuß über einen etwa 40-minütigen Weg vom Zentrum von St.Ulrich aus erreichbar ist) mit einem Gespräch mit Landschaftsarchitekt und Biennale-Künstler Bas Smets und Autor Vartan Karapetian, moderiert von Giovanna Melandri, der ehemaligen italienischen Kulturministerin und derzeitigen Präsidentin der Human Foundation. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Beziehungen zwischen Landschaft, Erinnerung, Biodiversität und Klimawandel. Dabei treten künstlerische Praktiken, Landschaftsarchitektur und kulturelles Erbe miteinander in Dialog, um zu untersuchen, wie sich Ökosysteme verändern und wie wir uns die Orte, an denen wir leben, vorstellen, bewahren und für sie Sorge tragen können.

Das Gespräch bietet die Gelegenheit, die Ideen hinter Smets’ Praxis und Degrees of Elevation, seiner in Zusammenarbeit mit der künstlerischen Leiterin Eliane Le Roux entstandenen Biennale-Installation, weiter zu vertiefen. Das speziell für den Ort Pilat entwickelte Projekt untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Landschaft. 

Im Rahmen des Gesprächs wird The English Park, An Ecology of Memory in Yerevan, herausgegeben von Armenian Arts Council Editions, erstmals in Europa vorgestellt. Der Autor Vartan Karapetian wird anwesend sein. Das Buch vermittelt die Geschichte und das kulturelle Erbe des English Park in Yerevan und versammelt Beiträge von Norbert Peeters, Aram Pachyan und Marine Haroyan. Die Publikation wurde im Zusammenhang mit der Biodiversitätskonferenz der Vereinten Nationen, dem wichtigsten internationalen Forum zum Thema Biodiversität, herausgegeben, die vom 19. bis 30. Oktober 2026 in Yerevan stattfinden wird. 

Das Gespräch dauert voraussichtlich 90 Minuten. Besucher*innen müssen den Veranstaltungsort zu Fuß von St. Ulrich aus erreichen. Der Weg führt über den Wanderweg Nr. 15 und dauert etwa 40 Minuten. 

Um 15 Uhr sind Besucher*innen eingeladen, an der letzten und kostenlosen Führung durch die Ausstellungsorte der Biennale im Ortszentrum von St.Ulrich teilzunehmen. Die Führung startet am Info-Point in der Sala Trenker und dauert etwa 90 Minuten. 

Der Tag findet seinen Abschluss bei der Installation (Future) Paradise Gardens auf der Piazza Stetteneck in St.Ulrich mit einer performativen Aktion von 17 bis 19 Uhr, die sich mit dem Teilen, der Erneuerung und der Fortführung des Gartens auseinandersetzt. Die Landschaftsarchitektin Eva-Maria Schgaguler lädt die Besucher*innen ein, sich an der Verteilung und Übernahme der Pflanzen zu beteiligen, aus denen die von Gartenwelt Platter realisierte Installation besteht. Im Gegenzug wird um eine kleine Spende zur Unterstützung der karitativen Aktivitäten der Vinzenzgemeinschaft gebeten. Dieser symbolische Akt des Teilens und der Fürsorge gibt den Pflanzen ein Leben nach der Biennale, verlängert die Existenz des Gartens über die Dauer der Ausstellung hinaus und macht die Finissage zu einem Moment der Kontinuität, der gemeinsamen Fürsorge und der Teilhabe. Auf diese Weise werden die Besucher*innen zu Hüter*innen der Zukunft des Gartens, verleihen der zentralen Idee der Biennale Gherdëina 10 einen konkreten Ausdruck und tragen sie weiter. 

Anlässlich der Finissage am Sonntag, 13. September 2026, ist der Eintritt zu allen Ausstellungsorten der Biennale Gherdëina kostenlos. Auch die Führung durch die Ausstellungsorte in St. Ulrich um 15 Uhr ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

 


 

Bas Smets (1975, Hasselt, Belgien) lebt und arbeitet in Brüssel und Paris. Er ist Gründer des Landschaftsarchitekturbüros Bureau Bas Smets und Professor in Practice an der Harvard Graduate School of Design. Sein Wirken reicht von großen öffentlichen Parks bis hin zu historischen Stadtzentren, von infrastrukturellen Landschaften bis zu Filmsets. Bekannt ist er für die Entwicklung neuer urbaner Ökologien, in denen Vegetation, Boden und Wasser Mikroklimata erzeugen, die die Widerstandsfähigkeit der gebauten Umwelt gegenüber dem Klimawandel erhöhen. Die Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen und Künstler*innen steht im Zentrum seiner Praxis. Zu seinen jüngsten Projekten zählen der LUMA Parc des Ateliers in Arles, die öffentlichen Räume rund um die Kathedrale Notre-Dame in Paris, die derzeit im Bau sind, sowie Building Biospheres für den belgischen Pavillon auf der Architekturbiennale Venedig 2025, das in Zusammenarbeit mit dem Neurobiologen Stefano Mancuso entwickelt wurde. 

Vartan Karapetian, Kunsthistoriker und Kurator, beschäftigt sich mit den Schnittstellen von Kunst, Landschaft und Erinnerung anhand von Archivforschung, Oral History und interdisziplinären Projekten. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen Haroutiun Galentz. The Form of Colour (Skira), eine Publikation über das Werk des armenisch-libanesischen Künstlers Haroutiun Galentz, sowie The English Park. An Ecology of Memory in Yerevan (Armenian Arts Council Editions). 

Giovanna Melandri ist Kulturmanagerin und ehemalige italienische Kulturministerin. Von 2012 bis 2022 war sie Präsidentin der Fondazione MAXXI, wo sie maßgeblich dazu beitrug, das internationale Profil der Institution zu stärken. Sie ist Gründerin und Präsidentin der Human Foundation, einer Organisation, die sich der Förderung sozialer Innovation, wirkungsorientierter Investitionen und nachhaltiger Entwicklung widmet. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Kultur, öffentlicher Politik und sozialer Innovation und ist seit Langem der Überzeugung, dass Kultur ein Motor für gesellschaftlichen Wandel sein kann. 

Eva-Maria Schgaguler beschäftigt sich insbesondere mit Menschen und ihrer Beziehung zur Kultur- und Naturlandschaft in Vergangenheit und Gegenwart. Im Sinne der europäischen Landschaftskonvention versteht sie den Charakter eines Ortes als Ergebnis eines fortlaufenden Dialogs zwischen natürlichen Faktoren und menschlichem Eingreifen. Nach ihrem Bachelorstudium der Landschaftsarchitektur an der Universität Genua, dessen Abschlussarbeit sich mit der Erhaltung historischer Gärten befasste, arbeitete sie bei BplusB in Amsterdam an Projekten im Bereich Stadt- und öffentlichen Raum. Anschließend absolvierte sie ein Masterstudium der Landschaftsarchitektur am Edinburgh College of Art, wo sie sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Neugestaltung des Hofgartens in Brixen beschäftigte. Nach ihrem Masterabschluss arbeitete sie mit Dolar Landscape in Brixen zusammen und war dort im Bereich der Landschaftsplanung auf kommunaler Ebene tätig. Von 2010 bis 2016 war sie Teil des Teams von Studio Vulkan in Zürich und arbeitete an verschiedenen Projekten der Landschafts- und Stadtplanung mit. Zwischen 2017 und 2019 war sie als Projektmanagerin bei Snøhetta Studio Innsbruck tätig und betreute unter anderem das Projekt Swarovski Orchard in Wattens. Seit 2016 arbeitet sie als selbstständige Landschaftsarchitektin mit eigenem Büro in Seis am Schlern und entwickelt Projekte in Italien, Österreich und der Schweiz. Jedes Projekt beginnt mit dem Zuhören und Beobachten des Ortes und entwickelt sich zu Räumen, die Identität, Nachhaltigkeit und ästhetische Qualität miteinander verbinden. 

Dormancy von Jacopo Belloni, Gewinnerprojekt der 14. Ausgabe des Italian Council der Generaldirektion für zeitgenössische Kreativität des italienischen Kulturministeriums, geht mit der Eröffnung der Biennale Gherdëina in eine neue Phase!

Dormancy von Jacopo Belloni – eines der Werke, die vom 31. Mai bis 13. September 2026 Teil von (Future) Paradise Gardens, der zehnten Ausgabe der Biennale Gherdëina, kuratiert von Samuel Leuenberger, zusehen sein werden – zählt zu den Gewinnerprojekten der 14. Ausgabe des Italian Council 2025. Das Förderprogramm der Generaldirektion für zeitgenössische Kreativität des Kulturministeriums verfolgt das Ziel, italienische Gegenwartskunst international zu fördern.

Dormancy entfaltet sich in zwei Phasen, in zwei skulpturalen Zyklen. Der erste Zyklus, Dormienti (Schlafende), besteht aus einem Samen-Behältnis – einer Art Schrein oder Reliquiar, der Samen enthält, die gemeinsam mit Vereinen und Gruppen der jeweiligen Ausstellungsorte, in diesem Fall Gröden, untersucht und gesammelt werden.

Der zweite skulpturale Zyklus, Nenie (Klagelieder), umfasst Skulpturen aus Kupfer-Destillatoren, die als Extraktoren zur Gewinnung ätherischer Öle von Pflanzen, mit beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften, dienen. Der zweite skulpturale Zyklus, koproduziert mit der Biennale Gherdëina, soll zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema Garten beitragen – der nicht nur Schutzraum für Flora und Fauna ist, sondern auch ein Ort, an dem Vorstellungen einer gerechten und gleichberechtigten Zukunft Gestalt annehmen. Zudem wird Dormancy  von der Arbeitsgruppe Ackerbau und Arznei- und Gewürzpflanzen des Versuchszentrums Laimburg wissenschaftlich begleitet, dem führenden Forschungsinstitut für Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung in Südtirol.

Im Dachgeschoss eines alten Schulgebäudes in St. Christina setzt sich Dormancy, bestehend aus beiden skulpturalen Zyklen, sowohl mit den biologischen als auch mit den emotionalen Dimensionen des Innehaltens auseinander. Sie laden die Besucher*innen zu einer verlangsamten Wahrnehmung ein, in der Dormanz nicht als Abwesenheit erscheint, sondern als ein Zustand des Ausharrens – ein Zwischenraum, in dem sich Leben zurückzieht, vorbereitet und leise fortbesteht.

Der erster Teil des Projekts wurde in Zusammenarbeit mit dem Centre d’Art Contemporain Genève in der Ausstellung Jardins Défiants (Defiant Gardens), kuratiert von Elise Lammer, vom 10. September bis 25. Oktober 2025 in der Halle Nord in Genf produziert und gezeigt. Ab Ende Mai 2026 wird der zweite Teil des Projekts nun im Rahmen der Biennale Gherdëina 10 zu sehen sein. Darüber hinaus wird Bellonis Projekt im Rahmen von Fogo Fátuo, einer Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Galeria Municipal do Porto in Portugal, am 4. Juli vorgestellt und in einem Vortrag im Rahmen von Triangle-Astérides im Sommer in Marseille präsentiert. Im Rahmen der Biennale Gherdëina wird zudem im Laufe des Sommers eine spezielle Samenernte für die Skulptur organisieren. Abschließend wird Dormancy in die permanente Sammlung der GAMeC – Galleria d’Arte Moderna e Contemporanea di Bergamo aufgenommen.

Das Projekt wird mit Unterstützung der Generaldirektion für zeitgenössische Kreativität des Kulturministeriums im Rahmen des Programms Italian Council (14. Ausgabe, 2025) realisiert, das der internationalen Förderung italienischer Gegenwartskunst gewidmet ist.

Kuratorentour, Performances, Ausstellungen und vieles mehr bei der Eröffnung der Biennale Gherdëina 10…

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Am Samstag, den 30. Mai, eröffnet die Biennale Gherdëina um 10:00 Uhr vor der Sala Trenker in St. Ulrich. Nach der offiziellen Begrüßung und institutionellen Präsentation, folgt eine Kuratorentour mit Samuel Leuenberger. Um 13:00 Uhr findet auf der Piazza S. Antonio dann eine kulinarische Intervention der Künstler*innen Sandra Knecht und Leonardo Bürgi Tenorio statt.

Am Nachmittag wird das Programm um 15:00 Uhr in St. Christina mit einer Führung fortgesetzt, begleitet von der Performance Applied Honey Proverbs.

A folkloric dip into proverbs from around the world, where ecology meets language and wisdom accumulates in drip der Künstlerin Ana Prvački. Anschließend geht es von 18:00 bis 19:30 Uhr mit einer Führung zur Pilat Alm weiter. Den Abschluss des Tages bildet von 19:30 bis 21:30 Uhr die Feier zum 10-jährigen Jubiläum auf der Pilat Alm mit Musik.

Am Sonntag, den 31. Mai, um 10:30 Uhr lädt die Biennale zur Vernissage für Kinder ein. Präsentiert wird ein Workshop von und mit Pedro Abu Wirz und Michael Marder mit dem Titel Making, Unmaking, and Remaking Us.

Den ganzen Sommer über lädt (Future) Paradise Gardens die Besucher*innen dazu ein, zeitgenössische Kunst als Mittel zur persönlichen Auseinandersetzung und zur Reflexion über unsere sozio-ökologische Zukunft zu erleben. Ein Vermittlungsprogramm mit Führungen, Workshops, Atelierbesuchen, Wanderungen, Gesprächen und Performances begleitet die Ausstellung.

Hier das gesamte Programm entdecken!

Open-Air Frühstück in Venedig und Präsentation der Biennale Gherdëina 10 (Future) Paradise Gardens

07. Mai 2026, 10:00 – 13:00 Uhr
Associazione I Bochaleri
Castello 1257, Venedig (direkt neben Serra dei Giardini)

Wie in den vergangenen Ausgaben, lädt Biennale Gherdëina herzlich zu einem Open-Air-Frühstück im Garten der Venezianischen Keramiker*innenvereinigung I Bochaleri ein.

Zur Feier der zehnten Ausgabe der Biennale wird die Jubiläumspublikation “BG1-10. Biennale Gherdëina Anniversary” präsentiert.

Der Präsident des Vereins Zënza Sëida, Eduard Demetz, sowie die Direktorin der Biennale, Doris Ghetta, sind vor Ort.

Das Frühstück bietet die Gelegenheit mit dem Kurator Samuel Leuenberger und einigen der ausstellenden Künstler*innen das Thema der diesjährigen Ausgabe (Future) Paradise Gardens zu erkunden.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
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(Future) Paradise Gardens – ein besonderes Jubiläum für die Biennale Gherdëina!

Vom 31.05 – 13.09.2026 findet die zehnte Ausgabe der Biennale Gherdëina, (Future) Paradise Gardens, kuratiert von Samuel Leuenberger, an drei Standorten in Gröden statt!

Auch in dieser Ausgabe basiert das Design auf der Zusammenarbeit zwischen einer* teilnehmenden Künstler*in und der Biennale Gherdëina — wie 2024 bereits mit Atelier dell’Errore, 2022 mit Giles Round und 2020 mit Marcello Maloberti. In dieser zehnten Ausgabe wurde das Design mit Alice Bucknell erarbeitet, da das Kunstwerk auf eindrucksvolle Weise das Thema der diesjährigen Ausgabe widerspiegel: (Future) Paradise Gardens erkundet verschiedene Themen und Konzepte rund um den Paradiesgarten.

Das visuelle Konzept wurde vom Studio XXY in Mailand entwickelt, federführend von Massimo Lafronza. Das Design konzentriert sich nicht nur auf Bucknells Werk als Haupt-Sujet, sondern greift Elemente des Kunstwerks auf und schafft so eine direkte visuelle Interaktion mit dem Biennale-Thema: organische Formen und Linien, sich verformende und wachsende Buchstaben sowie ein aufblühender Gradient, der Besucher*innen über verschiedene Kommunikationsmittel hinweg begleitet – sich bewegt, aufblüht und wieder verschwindet.

 

(Future) Paradise Gardens ist eine Anleitung, um viele Welten heraufzubeschwören, und eine Melodie, die uns wieder zurück zur Erde führt. In seinen ineinander verwobenen Kapiteln entfaltet sich eine vielschichtige Erzählung, die zugleich im einzigartigen Ökosystem der Dolomiten verwurzelt ist, in dem sich die Biennale ausbreitet, und als berauschender Duft durch reale wie imaginierte, anthropogene wie autonome, nahe wie ferne Landschaften weht.

Es ist mir eine Ehre, das sich windende, lebendige Spiel ökosystemischer Kräfte aus den Welten meiner Arbeit in die BG10 einfließen zu sehen, und ich freue mich auf die ungezähmten Keimungen, die dieses Ereignis der Bestäubung in den kommenden Monaten hervorbringen wird.“

Alice Bucknell über die Zusammenarbeit mit der Biennale Gherdëina.

Die Biennale Gherdëina 10 – (Future) Paradise Gardens findet vom 31.05. bis 13.09.2026 in Gröden, im Herzen der Dolomiten, statt und lädt Besucher*innen über drei Standorte hinweg ein mit Kunst, Ort und Umwelt zu interagieren.

Die feierliche Eröffnung findet am 30.05.2026 ab 10:00 Uhr im Zentrum von St. Ulrich statt.

Save the Date für (Future) Paradise Gardens

Das Team der Biennale Gherdëina lädt herzlich vom 31.05 – 13.09.2026 zur 10. Ausgabe der Biennale Gherdëina (Future) Paradise Gardenskuratiert von Samuel Leuenberger, in Gröden ein.
Die Eröffnung findet am 30.05.2026, ab 10.00 Uhr, im Zentrum von in St.Ulrich statt.

Teilnehmende Künstler*innen:
Chanelle Adams (1992, USA), Andrius Arutiunian (1991, Armenien/Litauen), Jacopo Belloni (1992, Italien), Alice Bucknell (1993, Großbritannien/USA), Leonardo Bürgi (1994, Mexiko/Schweiz), Giulia Cenci (1988, Italien), Dorota Gaweda (1986, Polen) & Eglė Kulbokaitė (1987, Litauen), Sandra Knecht (1968, Schweiz), Judith Neunhäuserer (1990, Italien), Walter Niedermayr (1952, Italien), Masatoshi Noguchi (1988, Japan/Italien), Gabriela Oberkofler (1975, Italien), Lydia Ourahmane (1992, Algerien), Gregor Prugger (1954, Italien) & Leonora Prugger (1995, Italien), Ana Prvacki (1976, Serbien), Augustas Serapinas (1990 Litauen), Bas Smets (1975, Belgien) & Eliane Le Roux (1983, Frankreich), Bosco Sodi (1970, Mexiko), Constantin Thun, Kelly Tissot (1995, Frankreich), Alvaro Urbano (1983, Spanien), Yuyan Wang (1989, China), Evelyn Taocheng Wang (1981, China), Pedro Wirz (1981, Brasilien/Schweiz) & Michael Marder (1980, Kanada/Portugal).

Mehr Informationen folgen in Kürze!

Kunst im öffentlichen Raum: das Publikum, der Dialog und die Freiheit, die städtische Umgebung zu erkunden

Am 21. November 2025 freut sich die Biennale Gherdëina, in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Architekturstiftung, einen öffentlichen Vortrag von Samuel Leuenberger, dem Kurator der kommenden Ausgabe der Biennale, zu präsentieren. In seiner Präsentation vertieft er die Konzepte Installation vs. Intervention und Site-specificity vs. Site-responsivity und richtet den Fokus auf Publikum, Kooperation und die Freiheit, den urbanen Kontext zu erkunden.

Südtiroler Architekturstiftung Alto Adige × Biennale Gherdeina
Vortrag mit Diskussionsrunde und Aperitif

Vortragender: Samuel Leuenberger – Kurator der Biennale Gherdëina 10 (2026).
Diskussion mit: Igor Comploi – Architekt und Vizepräsident der Biennale Gherdeina; Katharina Volgger – Architektin, Dozentin und Vizepräsidentin der Architekturstiftung Südtirol

Datum: 21. November, 18.00 Uhr
Ort: Baufirma Martin Gebhard, Handwerkerzone Am Gornegg 15, 39040 Laion.

Sprache: Deutsch

Teilnahme: Begrenzte Plätze (max. 80 Personen, bitte um Anmeldung direkt auf der Website der Stiftung – hier). Credits: 2 BFC

In Zusammenarbeit mit Architekturstiftung Südtirol.
Diese Veranstaltung wird von Bauunternehmen Geom. Gebhard Martin unterstützt.

Biennale Gherdëina 9 in Kaunas, Litauen

Zum ersten Mal in der Geschichte der beiden Festivals vereinen Biennale Gherdëina und Kaunas Biennial ihre Kräfte und setzen somit einen Meilenstein, welcher zwei dynamische Plattformen für zeitgenössische Kunst in Europa näher bringt. Die Kaunas Biennial wurde 1997 gegründet und gilt als das größte und langlebigste Festival für zeitgenössische Kunst in den baltischen Ländern. Ursprünglich auf Textilkunst fokussiert, hat sich die Biennale über die Jahre in ein dynamisches Forum für eine Vielzahl künstlerischer Ausdrucksformen verwandelt. Die einzelnen Editionen und deren Themen regen den internationalen Diskurs an, indem sie aktuelle soziale und kulturelle Themen ansprechen – Werte, welche jenen der Biennale Gherdëina sehr ähnlich sind.

Vom 12. September bis 23. November 2025 lädt die 15. Kaunas Biennial mit der Satellitenausstellung Echoes Between Forests and Mountains zu einer Reise durch Kunst, Natur und Imagination ein. Unter der kuratorischen Leitung von Lorenzo Giusti (Biennale Gherdëina 9) und Neringa Kulik (Kaunas Biennial) vereint die Ausstellung Werke italienischer und litauischer Künstlerinnen. Im Mittelpunkt stehen die Beiträge der drei italienischen Positionen der Biennale Gherdëina 2024 Atelier dell’Errore, Ruth Beraha und Arnold Holzknecht – sowie die Arbeiten der litauischen Künstlerinnen Maximilian Oprishka, Aisteé Ambrazevičiūté und Andrius Arutiunian. Gemeinsam entfalten sie einen vielstimmigen Dialog zwischen Landschaften, Kulturen und künstlerischen Imaginationen.

In den Räumen der Meno Parkas Gallery und im Rathaus von Kaunas entfaltet sich eine Ausstellung, die Ausdruck einer lebendigen, internationalen Zusammenarbeit ist – einer Verbindung zwischen Kaunas, der Biennale Gherdëina, der Lyon Biennale und CHRONIQUES – der Biennale des Imaginaires Numériques. Echoes Between Forests and Mountains wird so zu einer kulturübergreifenden Erfahrung, die über nationale Grenzen hinausreicht und die gemeinsame Imagination und den künstlerischen Dialog zwischen Italien, Litauen und Frankreich feiert.

Echoes Between Forests and Mountains untersucht das komplexe Zusammenspiel von Natur, Mythos, Technologie und menschlichem Eingriff. Ausgehend von ihren jeweiligen Landschaften – den litauischen Wäldern bis hin zu den alpinen Tälern – bieten die teilnehmenden Künstler*innen bildhauerische und sensorische Erlebnisse, die ein gemeinsames Interesse an der Beziehung zwischen Mensch und Natur und ihrem ständigen Wandel widerspiegeln. Skulpturen, Filme, Installationen und Soundinstallationen bilden eine konzeptuelle Landschaft, in der ökologische Prozesse, menschliche Geschichte und spekulative Zukunftsvisionen zusammenfließen.

Vom 30. Mai bis 13. September 2026 werden drei herausragende litauische Künstler*innen – Andrius Arutiunian, Eglé Kulbokaité und Augustas Serapinas – ihre einzigartigen Beiträge zur Biennale Gherdëina 10 präsentieren. Ausgewählt wurden sie von Samuel Leuenberger, Kurator der kommenden Ausgabe, inspiriert durch seine Forschungsreise nach Vilnius und Kaunas im Januar 2025. Ihre Teilnahme eröffnet ein neues, lebendiges Kapitel im kreativen Dialog zwischen den beiden Biennalen.

Dieser kreative Austausch floriert dank der gemeinsamen Vision und der Zusammenarbeit des italienischen Kulturministeriums, des Litauischen Kulturinstituts und der Botschaft der Republik Litauen in der Italienischen Republik, wodurch Brücken zwischen den Dolomiten und dem Baltikum geschlagen werden und Ideen, Kulturen und Fantasien frei miteinander verschmelzen können.

Echoes Between Forests and Mountains ist Teil des Programms Cultura Lituania in Italia (Litauische Kultur in Italien 2025–2026), das vom Litauischen Kulturinstitut und der Botschaft der Republik Litauen in der Italienischen Republik realisiert wird.

Biennale Gherdëina 10: (Future) Paradise Gardens

Biennale Gherdëina 10 – (Future) Paradise Gardens kuratiert von Samuel Leuenberger – wird in St. Ulrich und weiteren Standorten in Gröden, in den Dolomiten, von 31. Mai bis 13. September 2026 stattfinden. Die Eröffnung findet am Samstag, 30. Mai 2026, statt und wird sich über mehrere Orte in Gröden erstrecken (eine Press Preview ist für Donnerstag 28. Mai 2026 geplant).
Die anstehende Ausgabe der Biennale Gherdëina stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Veranstaltungsreihe dar, sie feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Diese 10. Ausgabe steht auch für neue nationale und internationale Kooperationen innerhalb der Biennale und darüber hinaus.

Inmitten der Dolomiten lädt Biennale Gherdëina 10: (Future) Paradise Gardens in ein zartes und zugleich turbulentes Terrain ein – wo Gärten zu Symbolen des Überlebens, der Liebe und der Möglichkeit einer gerechten Zukunft werden.

Samuel Leuenberger sagt dazu:

„Die Dolomiten bieten eine inspirierende Kulisse, reich an natürlicher Schönheit, handwerklichen Traditionen und zeitlosen Berggeschichten – ein idealer Ort, um das Konzept der (Future) Paradise Gardens zu erkunden. Diese Gärten existieren an der Schnittstelle zwischen natürlicher, rauer Grandeur und menschlicher Pflege und sind nicht bloß als Refugien für Flora und Fauna gedacht sondern auch als Räume, die unsere kollektiven Bestrebungen nach einer Zukunft basierend auf Gerechtigkeit und Gleichheit wiederspiegeln. Diese Gärten hier können sowohl Körper als auch Geist nähren und dienen als Orte der Zuflucht, der Möglichkeiten und der Erneuerung für alle.

Die Ausstellung ist in diverse Kapitel unterteilt, die jeweils einen anderen Aspekt des vom Menschen konstruierten Konzepts von Garten erzählen. Symbolisch, metaphorisch und emotional drehen sich die Themen um die Vorstellung des „Commoning“ – wobei der Anbau und das Teilen von Lebensmitteln, sowie die Pflege und Bewahrung aller Spuren von Leben im Vordergrund stehen. Ein weiteres Kapitel unter dem Titel „Divine Love and Growth“ (Göttliche Liebe und Wachstum) lädt dazu ein den Garten als Symbol für spirituelles Wachstum und Transzendenz zu betrachten.

Weiters befasst sich die Ausstellung mit dem Konzept des „Violent Garden“ (Gewalttätigen Gartens) und thematisiert die dringende Notwendigkeit, den Garten zu dekolonisieren – indem anthropozentrische Sichtweisen in Frage gestellt und Raum für Tiere und Natur geschaffen wird, damit diese sich frei bewegen und ihre Handlungsfähigkeit zurückgewinnen können. Ein Kapitel über „Queer Ecology“ (Quere Ökologie) hinterfragt auch, warum Natur oft als selbstverständlich queer wahrgenommen wird, und erweitert die Diskussion über Vielfalt und Fluidität innerhalb ökologischer Systeme. Darüber hinaus untersucht das Projekt „Botanical“ (Botanisch) – die Ordnung und Klassifizierung von Pflanzenexemplaren – im Gegensatz zu „Gardens as Spaces for Reflection and Poetry“ (Gärten als Orte der Reflexion und Poesie), wo Gärten zu Orten der Selbstbeobachtung, Schönheit und kreativen Vorstellungskraft werden.“

 

Die Künstlerinnen und Künstler der Biennale Gherdëina 10 – (Future) Paradise Gardens sind:
Chanelle Adams (1992, USA), Andrius Arutiunian (1991, Armenien/Litauen), Jacopo Belloni (1992, Italien), Alice Bucknell (1993, Großbritannien/USA), Leonardo Bürgi (1994, Mexiko/Schweiz), Giulia Cenci (1988, Italien), Dorota Gaweda (1986, Polen) & Eglė Kulbokaitė (1987, Litauen), Sandra Knecht (1968, Schweiz), Judith Neunhäuserer (1990, Italien), Walter Niedermayr (1952, Italien), Masatoshi Noguchi (1988, Japan/Italien), Gabriela Oberkofler (1975, Italien), Lydia Ourahmane (1992, Algerien), Gregor Prugger (1954, Italien) & Leonora Prugger (1995, Italien), Ana Prvacki (1976, Serbien), Augustas Serapinas (1990 Litauen), Bas Smets (1975, Belgien) & Eliane Le Roux (1983, Frankreich), Bosco Sodi (1970, Mexiko), Constantin Thun, Kelly Tissot (1995, Frankreich), Alvaro Urbano (1983, Spanien), Yuyan Wang (1989, China), Evelyn Taocheng Wang (1981, China), Pedro Wirz (1981, Brasilien/Schweiz) & Michael Marder (1980, Kanada/Portugal).

Anlässlich ihrer zehnten Ausgabe gibt die Biennale Gherdëina den Start neuer und inspirierender Projekte mit Partnerinstitutionen bekannt und setzt zugleich bewährte Kooperationen für ein weiteres Jahr fort. Alle Informationen zu den Partnerschaften der Biennale Gherdëina 10 finden Sie in der untenstehenden Pressemitteilung.

Samuel Leuenberger als Kurator der Biennale Gherdëina 2026 ernannt

Biennale Gherdëina, die in der einzigartigen Kulisse des UNESCO-Weltnaturerbes der Dolomiten stattfindet, freut sich, die Ernennung von Samuel Leuenberger zum Kurator ihrer 10. Ausgabe bekannt zu geben. Durch neue Auftragsarbeiten und ein Ausstellungsprogramm, das auf Umweltprojekten und öffentlicher Programmgestaltung basiert, ist die Biennale organisch von einer Ausgabe zur nächsten gewachsen. Dabei hat sie die internationale Kunstwelt vor Ort versammelt und gleichzeitig eine enge Verbindung zu den kulturellen, historischen und sprachlichen Wurzeln der Alpenregion bewahrt. In Übereinstimmung mit dieser Vision, jedoch auf der Suche nach neuen und noch unerforschten Wegen, wird Biennale Gherdëina 10 vom 29. Mai bis 13. September 2026 in St. Ulrich und den umliegenden Gebieten des Grödnertals, Italien, stattfinden.

Samuel Leuenberger ist Gründer und Direktor von SALTS, einem gemeinnützigen Ausstellungsraum in Birsfelden und Bennwil, Schweiz, der den interdisziplinären Austausch und den Dialog mit aufstrebenden Künstler*innen fördert. Zuletzt war er Kurator des Messeplatz-Projekts für Art Basel und arbeitet derzeit an der dritten und letzten Ausgabe des Projekts Art in Public Space mit Globus, in Zusammenarbeit mit Fondation Beyeler. Von 2016 bis 2023 war er der Kurator des Parcours-Sektors von Art Basel. Seine kuratorische Vision basiert auf einer tief verwurzelten Zusammenarbeit, die sich durch einen starken Fokus auf Empathie und Zugänglichkeit auszeichnet. Oft arbeitet Leuenberger mit Künstler*innen zusammen, zu denen er langjährige Beziehungen pflegt. Sein kuratorischer Ansatz betont auch die langsame, durchdachte Auseinandersetzung mit Kunst und Architektur und deren Verbindung zur natürlichen Umgebung, wodurch er zugängliche, aber zum Nachdenken anregende Erlebnisse schafft.

In Reaktion auf die Nominierung äußert Leuenberger:

„Es ist mir eine große Ehre und Freude, als Kurator für die 10. Ausgabe der Biennale Gherdëina ernannt zu werden, die in einer so atemberaubend schönen Landschaft stattfindet. Die Dolomiten bieten eine inspirierende Kulisse, reich an natürlicher Schönheit, handwerklichen Traditionen und zeitlosen Berggeschichten – ein idealer Rahmen, um das Konzept der (Future) Paradise Gardens zu erkunden. Diese Gärten, die sich zwischen der rohen Pracht der Natur und der menschlichen Kultivierung befinden, dienen nicht nur als Zufluchtsorte für Flora und Fauna, sondern auch als Räume, die unsere Bestrebungen nach einer Zukunft widerspiegeln, die auf Gerechtigkeit und Gleichberechtigung basiert. In dieser Umgebung können wir uns Gärten vorstellen, die sowohl Körper als auch Geist nähren, Räume der Zuflucht und Möglichkeiten für alle.“

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