Alessandro De Francesco
∗1981, Italy
lives and work in Basel, Switzerland
Die poetische Erzählung Überwasser/Sureghes/Oltretorrente von Alessandro De Francesco, die für die Biennale Gherdëina VI während eines Aufenthalts des Künstlers im Grödnertal entstand, ist ein Manifest der „intimen Unermesslichkeit“ der Dolomiten. Eine Serie sinnlicher Tableaus bilden zusammen mit dem Vokabular der elementaren Sprache der Natur einen Prototypen für die verschiedenen Szenarien von WRITING THE MOUNTAINS. Die sechs kurzen Gedichte von De Francesco erkunden auf gestische und subjektive Weise die Essenz eines Ortes, seine lyrischen Dimensionen und die Beziehung zum Menschen. Der Künstler führt eine imaginäre Unterhaltung mit den Wäldern und dem Wasser, den geschwungenen Linien der Gipfel und der unendlichen Haut des Raums …; in einem Akt der poetischen Großzügigkeit und Anerkennung der Gastfreundschaft und der Einzigartigkeit der Natur.Alessandro De Francesco betrachtet Poesie als künstlerische Praxis; seine Arbeiten, die er als „Sprachkunst“ bezeichnet, konzentrieren sich auf die Interaktion von Poesie, Klangkunst, Installation, digitalem Schreiben und Seitendesign. De Francescos „Leseräume“ und sein „erweitertes Schreiben“ bestehen aus klanglichen und visuellen Verstärkungen verschiedener textlicher Materialien mit digitaler Stimmverarbeitung und Schreibdesign-Software.
Alessandro De Francesco und Adam Budak bereiteten eine Reihe an Fragen für die Menschen, die die Gemeinschaft von Val Gardena repräsentieren könnten, vor.
Die Interviews führte Adam Budak mit Beatrix Insam, Moritz Senoner, Ivan Senoner, Alexandra Grant Senoner, Hannes Senoner, Gabriel Moroder, Simon Moroder und Tobia Moroder.
Aus diesen Interviews entstand ein Film, der von Santiago Torresagasti gedreht und geschnitten wurde und den Alessandro De Francesco mit Klanginstallationen aus den Stimmen, die während der Interviews aufgenommen wurden, unterlegt hat.
Mit Un motore poetico, Dolomiti würdigt der Künstler die Bevölkerung von Val Gardena. Eine Serie von Interviews mit Vertretern des politischen, kulturellen und sozialen Lebens entwickeln die Vorstellung von Zugehörigkeit und unterstreichen die Bedeutung der natürlichen Umgebung und ihres Einflusses auf das tägliche Leben und die Konstruktion einer individuellen und einer kollektiven Identität.