Giuseppe Penone

∗1947, Italy
lives and work in Paris, France and Turin, Italy

Penones Werk Scrive, legge, ricorda, entstand 1972, in einer sehr frühen Phase seiner künstlerischen Karriere, im Rahmen einer längeren Auseinandersetzung mit dem Wald und den Bäumen, indem der Künstler anhand von performativen Aktionen Spuren in der Natur hinterließ. In dieser Arbeit rammte Penone einen mit dem Künstlersignet und der Jahreszahl 1972 versehenen eisernen Amboss in den Stamm eines Baumes, womit er durch einen Akt der Gewalt ein künstliches Objekt in den Naturkontext einschleuste und somit den Baum zum markierten Objekt machte, an dem der Künstler seine Präsenz im Naturkontext hinterließ. In seinem Wachstum wird der Baum diesen Fremdkörper in seinen eigenen Körper aufnehmen und assimilieren, eine Aktion, welche auch gesellschaftliche und kulturelle Fragestellungen beinhaltet und thematisiert. Die aus dieser Aktion entstandenen Fotografien sowie der Amboss sind im Kreis für Kunst und Kultur St.Ulrich ausgestellt.

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