Michele Bernardi

∗1957, Italy
lives and work in Munich, Germany and Selva in Val Gardena, Italy.

Bernardis Beitrag zur Biennale Gherdëina 5 besteht aus einem Trio interventionistischer, ortsspezifischer Arbeiten: Das deutsche Wort ZEIT beschreibt eine Uhr an der Fassade der Kirche St. Antonius im konzeptionellen Josef Kosuth-Stil. Die Bedeutung und die Lesbarkeit hängen buchstäblich vom Betrachtungswinkel ab, fast so wie der Zeiger der Uhr, der sich entlang der Sonne bewegt, und ihr Schatten, der die richtige Zeit anzeigt... In einem anderen Werk, das in Eisen gegossen ist, könnten die angehäuften Schichten von Schneeflockenmustern als Überbleibsel einer früheren Jahreszeit gesehen werden, die im heiligen Speicher einer Kirche "aufbewahrt" werden. Bernardi beschäftigt sich mit den flüchtigen Momenten der Natur und der Vergänglichkeit der Erfahrung. Seine spinnenartige Struktur ist in der Tat den zufälligen Skirouten in den Bergen nachempfunden. Alle drei Werke von Michele Bernardi, die auf der Biennale Gherdëina präsentiert werden, sind poetische Übersetzungen von Sehnsucht und Erinnerung.

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