Agnieszka Brzeżanska

∗1972, Poland
lives and work in Warsaw, Poland

Wenn es um die Zerstörung des Planeten geht, ist die Angst, die viele von uns heute empfinden, greifbar. Mit seinen Aufrufen zum Schutz des Planeten hat der Umwelt-Aktivismus einen fast fieberhaften Höhepunkt erreicht.

Angesichts dieser Entwicklung hat die in Gdańsk geborene Künstlerin Agnieszka Brzeżańska (*1972, Polen) die Vorstellung entworfen, dass der gesamte Planet zum Nationalpark erklärt wird, um als umschlossener Raum, die einzigartige Natur-, Kultur- und Erholungsressourcen zu schützen. Das Werk „The Flag of Earth“ (1970) von James Cadle dient als Ausgangspunkt für die Teilnahme der Künstlerin an der Biennale Gherdëina 7. Die ursprünglich von einem Farmer aus Homer, Illinois, entworfene Flagge besteht aus einem schwarzen Hintergrund mit einem gelben Bogen auf der linken Seite, der die Sonne darstellt, und einem blauen Kreis in der Mitte, der die Erde darstellt, sowie einem kleinen, weißen Kreis unten rechts, der den Mond darstellt. Mit der Aneignung dieser Flagge bezieht sich die Künstlerin auf die Einflussnahme der kosmischen Ordnung und des planetarischen Lebens auf unsere Existenz, wie auch auf die aus der New-Age-Philosophie stammende Idee, dass die Frequenz von 528 Heartz, die Frequenz des Solfeggio, eine heilende Wirkung auf die Struktur der menschlichen DNA ausübe.

Ähnlich verhält es sich mit den Arbeiten in der Ausstellung. So zeigt die Künstlerin neben einer Auswahl großformatiger Malereien einen handgeknüpften Teppich, der den Startpunkt des Nationalpark Projektes markiert und auf traditionelle Weise von polnischen Weberinnen gefertigt wurde. Zusätzlich installierte sie noch zwei aus Ton gefertigte Baumstümpfe, aus deren Innerem heraus jene Lieder ertönen, die die Künstlerin im Zuge ihrer Recherchen sammelte und als Motiv der Natur- und Gegenwartsbeschreibung in ihren künstlerischen Prozess einband, um der Erdung des Themas einen Nachhall zu geben.

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