Brave New Alps
lives and work in Trentino, Italy
Circolo del Suolo – A Tutto Bosco“ (ein Waldspaziergang) ist ein von Brave New Alps (Bianca Elzenbaumer, *1980, Italien, und Fabio Franz, *1983, Deutschland) kuratiertes Projekt, das auf dem Hügel von Pilat stattfand.Der „Circolo del Suolo“ (Erdzirkel) ist ein vielgestaltiger Raum des Dialogs und der Erkundung, welcher Akteure des ökosozialen Wandels in den Alpen involviert, deren Handeln von Achtsamkeit in Bezug auf unseren Planeten geprägt ist. Im Rahmen der Biennale Gherdëina erkundet der Soil Club die Welt und ihre wechselseitigen Beziehungen, indem er den lokalen Wald als Ausgangspunkt nimmt. So wurde gemeinsam mit Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Pädagog*innen an einem Samstagvormittag in den Wäldern rund um St. Ulrich darüber gesprochen, wie der Einsatz für den Wald und die Natur unser Verständnis von der Welt lenken kann.
Dank auch der Beiträge von Historiker*innen, Jurist*innen, Wissenschaftler*innen, Stadtplaner*innen, Klimaforscher*innen, Künstler*innen und Politiker*innen (u.a. Annibale Salsa, Christian Hoffmann, Filippo Favilli, Andreas Hilpold, Julia Plungger, Juri Bottura und Manola Corrent, Herwig Prinoth, Sofia Set, Antje Majewski, Gregor Prugger u.a.), in Zusammenarbeit mit dem EURAC-Forschungszentrum in Bozen (Institut für Alpine Umwelt, Institut für Regionalentwicklung), dem Südtiroler Museum für Naturwissenschaften und in Verbindung mit dem Projekt „Sculpture Forest Sanctuary“ von Antje Majewski, wurden folgende Themen diskutiert: gemeinsame und kollektive Waldbewirtschaftung, der Wald als Rechtspersönlichkeit, Biodiversität des Waldes, Bodenleben, Interdependenz und unsichtbare Aspekte ökologischer Verbindungen, Wald- und Klimadegradation, Energiequellen und Wälder, Waldbewirtschaftung, Naturerziehung.
Brave New Alps ist ein Kollektiv zur Erforschung von gemeinschaftlichen Gütern, das Methoden der Designforschung mit Ansätzen der radikalen Pädagogik, der Konfliktmediation und des DIY verbindet, um Menschen in die Diskussion und das Umdenken in sozialen, politischen und ökologischen Fragen einzubeziehen. Alpine Community Economies ist ein Forschungsprojekt, das 2019 im Rahmen von Brave New Alps aus der Zusammenarbeit zwischen Bianca Elzenbaumer und Fabio Franz entstanden ist und von der Europäischen Union durch ein Marie-Slokodowska-Curie-Individualstipendium (in Zusammenarbeit mit EURAC Research) finanziert wird. Es experimentiert mit gemeinschaftlichen Gütern und erforscht den rechtlichen und organisatorischen Rahmen, um eine ökosoziale Gestaltungspraxis zu unterstützen, welche außerhalb des Marktes, d.h. außerhalb der herkömmlichen Auftraggeber-Designer-Beziehung, agieren will.