Petrit Halilaj e Alvaro Urbano
lives and work in Berlin, Germany
Die Recherchen von Petrit Halilaj (*1986, Kosovo) können als Teil seiner künstlerischen und literarischen Haltung des magischen Realismus betrachtet werden, in der sich Realität und Imagination, politische und folkloristische Elemente, so wie persönliche und kollektive Erinnerungen vermischen.Halilaj arbeitet mit seiner traumatischen Vergangenheit, die ihn als persönliche Erfahrung mit der Geschichte seines Herkunftslandes Kosovo verbindet. Seine Praxis besteht darin, die Vergangenheit zu ergründen und diese in ein imaginatives Universum zu verwandeln, um ein kollektives und persönliches Bewusstsein zu wecken. In Halilajs Praxis werden Elemente der Realität – z.B. Vögel, Hühner, Nester oder Motten - in ein symbolisches Wörterbuch verwandelt.
Im Rahmen der Biennale Gherdëina 7 präsentieren Petrit Halilaj und Alvaro Urbano (*1983, Spanien) die Arbeit „ Petrit at Night“/„Alvaro at Night“. Dazu bauten die Künstler Vogelhäuschen, welche entweder Halilajs oder Urbanos Schnarch- und Schlafgeräusche hörbar wiedergeben, und findet sich damit in der urbanen Umgebung als subtiles, spielerisches und intimes Intermezzo einfinden.
Im Rahmen der Ausstellung im Trenker-Saal zeigt Petrit Halilaj weiters eine Installation von aus Schmutz, Stroh und Exkremente geformten Fischen, mit welcher er die Zerstörung des naturhistorischen Museums und seinem Wiederaufbau zu einem Volkskundlichenmuseum zu Zeiten des Krieges in seiner Heimat Kosovo thematisiert, welcher den Verlust des musealen Archives der Natur- und Tierwelt zur Folge hatte.