Chanelle Adams

∗1992, US

Chanelle Adams (1992, Montclair, Vereinigte Staaten) lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist Forscherin, Autorin und Künstlerin und derzeit als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte tätig, wo sie das Leben und Nachleben ausgestorbener Riesenschildkröten im südwestlichen Indischen Ozean untersucht.

In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Krisen, Imperien und Umweltveränderungen die Klassifizierung, Verbreitung und Transformation botanischer und zoologischer Arten über Raum und Zeit hinweg beeinflussen.

Ihre künstlerische Praxis umfasst site-specific performative Spaziergänge und Führungen, die in Gärten, Parks und städtischen Einrichtungen auf der ganzen Welt stattfinden. Dabei lädt sie das Publikum ein, die miteinander verflochtenen Auswirkungen von Kolonialismus, Ökozid und Kapitalismus zu bezeugen, die die Geschichte alltäglicher Orte bis heute prägen.

Adams hat zahlreiche Publikationen zu botanischer Kultur, Naturgeschichte und der Wellness-Industrie veröffentlicht. Sie besitzt einen Doktortitel in Geografie der Universität Lausanne und ist Absolventin der Brown University sowie der École des hautes études en sciences sociales. Außerdem ist sie Fulbright-Stipendiatin.

Auf einem der letzten Privatgrundstücke mit einem weitläufigen, weitgehend unberührten Garten am Rande von St. Ulrich präsentiert Adams eine Ausgrabung, die zugleich Geste und Untersuchung ist. Ein tiefer Einschnitt durchbricht die glatte Oberfläche der ansonsten idyllischen Landschaft und legt den Boden eher als Archiv denn als Kulisse frei.

Im Dialog mit geologischen Forschungen zur Entstehung der Dolomiten reflektiert das Projekt die Berge als Überreste urzeitlichen Meereslebens, die durch das Perm-Trias-Massensterben geformt wurden. Der Akt des Grabens wird so zu einem Zugang zur Tiefenzeit und offenbart, dass das, was stabil oder „natürlich” erscheint, in Wirklichkeit von Geschichten von Krisen, Transformation und Verlust durchzogen ist.

Gerahmt durch die Bildsprache der Archäologie und wissenschaftlicher Ausstellungen oszilliert die Arbeit zwischen Forschung und Spekulation. Die Ausgrabung wirkt sowohl als Untersuchung als auch als Störung und wirft Fragen nach Urheberschaft, Entnahme und dem Wunsch auf, Bedeutung in Landschaften aufzudecken, die seit Langem komponiert, kuratiert und idealisiert wurden.

Ha partecipato a:

Subscribe to our Newsletter

Archiv
Öffnungszeiten (gilt für Indoor-Ausstellungsorte): Dienstag – Sonntag: 10:00–12:30 / 15:00–18:30 Uhr    •    Öffnungszeiten (gilt für Indoor-Ausstellungsorte): Dienstag – Sonntag: 10:00–12:30 / 15:00–18:30 Uhr    •    Öffnungszeiten (gilt für Indoor-Ausstellungsorte): Dienstag – Sonntag: 10:00–12:30 / 15:00–18:30 Uhr    •    Öffnungszeiten (gilt für Indoor-Ausstellungsorte): Dienstag – Sonntag: 10:00–12:30 / 15:00–18:30 Uhr Öffnungszeiten (gilt für Indoor-Ausstellungsorte): Dienstag – Sonntag: 10:00–12:30 / 15:00–18:30 Uhr    •    Öffnungszeiten (gilt für Indoor-Ausstellungsorte): Dienstag – Sonntag: 10:00–12:30 / 15:00–18:30 Uhr    •    Öffnungszeiten (gilt für Indoor-Ausstellungsorte): Dienstag – Sonntag: 10:00–12:30 / 15:00–18:30 Uhr    •    Öffnungszeiten (gilt für Indoor-Ausstellungsorte): Dienstag – Sonntag: 10:00–12:30 / 15:00–18:30 Uhr